2. Mannschaft tritt letztmalig im Spiellokal Nabern an und führt Tabelle an.

Am Sonntag empfing die 2. Mannschaft letztmalig eine Gastmannschaft, die 2. des SV Ebersbach, im Spiellokal Nabern. Sie ist einer der Rivalen um die Tabellenführung und konnte mit 5,5 zu 2,5 bezwungen werden.

Kai-Hagen Wirth (8) eröffnete gegen Roosz englisch und bald auch die b-Linie, was dann zum ersten Bauerngewinn führte. Konsequenter Druck auf dem Damenflügel brachte den Sieg. Vihaan Krishaan (2) überzeugte bereits früh im Mittelspiel seinen Gegner Bucher in das Remis einzuwilligen. Fares Kheder Hassan (7) fand mit Karacic einen ebenbürtigen Gegner. Im Endspiel hatten beide noch einen Turm und einen Läufer unterschiedlicher Farben sowie vier Bauern als Fares das mehrmalige Remis-Angebot Karacic‘ annahm. Dann bekam Hans-Martin Berner (4) die Tarrasch-Verteidigung von Häberle und seine unkonventionelle Spielweise in den Griff. Als nächster Gegner gab Höflinger gegen Andrei Cernomorcenco (3) auf. Dem Königsangriff mit Dame, Leichtfigur und Königsbauern war nicht mehr beizukommen. Christoph Kandler (6) führte gegen die Caro-Kann-Verteidigung von Leutz einen längeren Positionskampf um das Vorrücken bzw. Blockieren/Hemmen seiner Damenflügelbauern. Nach Abtausch dieser aller einigten sie sich auf Remis. Wolfgang Flogaus am Spitzenbrett konnte gegen das Morra-Gambit von Hoyler ein Mehrtempo mit Mehrbauer erzielen. Er stand sehr lange bequem, teilweise sogar auf Gewinn, und gab die Chance unnötig aus der Hand. Letztlich gab Zöller seinen zähen Widerstand gegen Felix Lindner (5) auf. Die bei einem nicht durchgedrungenen Königsangriff geopferte Leichtfigur war nicht mehr zu kompensieren.

Schachclub verliert dramatisch

Gegen Aufsteiger SK Bebenhausen 3 ging es um eine Vorentscheidung gegen den Abstieg, bei der der Schachclub ersatzgeschwächt antreten musste, da Wolfgang Melcher und Frieder Fronmüller nicht spielen konnten. Zunächst einigte sich Jona Thalheim (1) schnell mit Weiß auf ein Unentschieden durch Dauerschach, da er die gegnerische Variante nicht kannte. Dann unterlief Mannschaftsführer Volker Keuper (6) ein verhängnisvoller Fehler. Im 42. Zug stellte er beim Gewinnversuch, da er einen Mehrbauern hatte, einzügig seine Figur ein. Dies wurde durch Tobias Traier (8) ausgeglichen, der seinen Gegner zur Aufgabe zwang, als Figurenverlust unvermeidbar war. Dann verzichtete Thomas Ganter (3) auf ein Dauerschach, um auf Gewinn zu spielen. Allerdings konnte er anschließend den Mattangriff seines Gegners nicht mehr parieren. Dies glich wiederum Tim Schäfer (5) aus, der seinen Gegner souverän überspielt hatte. Es stand 2,5:2,5 und die letzten drei Partien mussten die Entscheidung bringen. Alle Spieler hatten zum Schluss nur noch ihr Zeitinkrement von 30 Sekunden pro Zug zur Verfügung und die Partien dauerten 5 ½ Stunden. Tom Kälberer (2) stand auf Verlust, als er nach der Zeitkontrolle drei Bauern weniger hatte. Er gewann aber nach und nach zwei wieder und zum Schluss opferte er für den letzten Bauern die Qualität und hielt das Endspiel Turm gegen Springer Remis. Manuel Park (4) stand mit Minusbauer, der zudem ein Freibauer war, im Turmendspiel auch auf Verlust. Nach der vom Gegner verfrühten Abwicklung ins Bauernendspiel konnte er Remis halten, da er rechtzeitig zum Randbauern kam, um entweder den gegnerischen König einzuschließen oder patt gesetzt zu werden. Die letzte Entscheidung kam im Turmendspiel von Andrei Cernomorcenco (7). Mit einem gegen zwei Bauern auf dem gleichen Flügel war die Stellung eigentlich zu halten. Dann ließ er aber den gegnerischen Turm von hinten in seine Stellung eindringen und sein König wurde auf der h-Linie abgeklemmt. Da er jetzt nur noch mit dem Turm lavieren konnte, verbesserte sein Gegner nach und nach seine Königsstellung, bis er an der Grundreihe ankam. Danach tauschte der Gegner ein Bauernpaar und wandelte den letzten Bauern zur Dame um. So ging die Begegnung unglücklich mit 3,5:4,5 Punkten verloren.

Schachclub siegt im Kellerduell

Der Schachclub gewann gegen die SF Pfullingen 2 5,5:2,5. Am Sonntagmorgen kam Hektik auf, da Frieder Fronmüller kurzfristig ausfiel, so dass Ersatz organisiert werden musste. Ansonsten spielten beide Mannschaften in Bestbesetzung. Die Wichtigkeit der Begegnung war allen Spielern bewusst, so dass erst nach drei Stunden Partien endeten. Andrei Cernomorcenco (8) spielte Remis, während Tim Schäfer (6) seinen Gegner Matt setzen konnte. Dann vereinbarten Jona Thalheim (1) und Wolfgang Melcher (3) mit ihren Gegnern ein Unentschieden. Tom Kälberer (2) musste gegen ein Gambit spielen, aber der Gegner konnte für den Minusbauern kein Gegenspiel entwickeln, so dass er verlor. Volker Keuper (7) konnte einen Bauern gewinnen, kam aber nicht mehr aus einem Dauerschach heraus. Als dann Thomas Ganter (4) im Turmendspiel gewann, war der Sieg unter Dach und Fach. Manuel Park (5) versuchte noch zu gewinnen, geriet aber nach fünf Stunden ebenfalls in ein Dauerschach.
In der A-Klasse gewann die dritte Mannschaft mit 4:2 gegen den SC Ostfildern 3, während die Vierte mit 2:4 gegen den SK Freibauer Esslingen 3 verlor.