Schachclub verteidigt 2. Platz

Nach einer langen Pause ging es im Heimspiel gegen den SV Urach 1. Es fing gut an. Wolfgang Melcher (3) nutzte sofort einen Blackout des Gegners und gewann in 13 Zügen. Jugendspieler Manuel Park (8) griff vehement an und setzte Matt. Volker Keuper (6) einigte sich in ausgeglichener Stellung auf ein Remis. Nach über drei Stunden konnte Tom Kälberer (1) den weißen Mattangriff Gegners nicht mehr parieren und Jona Thalheim (2) stand mit Minusbauer in kritischer Stellung, so dass der Ausgleich drohte. Dann stellte sein Gegner im letzten Zug vor der Zeitkontrolle einzügig eine Figur ein und gab auf. Damit schien der Sieg sicher, da der Schachclub in den übrigen Partien besser stand. Andrei Cernomorceno (7) stand im Turmendspiel mit Mehrbauer auf Gewinn, ließ aber den Gegner noch in eine Remisstellung entkommen. Auch Thomas Ganter (4) hatte einen Mehrbauer, der jedoch wegen blockierter Stellung nicht verwertbar war. Tim Schäfer (5) kämpfte am längsten und konnte durch einen Königsmarsch ins Zentrum seinen Gegner so unter Druck setzen, dass gleich drei Mehrbauern drohten und dieser deshalb aufgab. Mit dem 5,5:2,5 Sieg festigt der Schachclub den zweiten Tabellenplatz und schnuppert durch das Unentschieden von Reutlingen an der Spitze.

So. 15.12.2024
SF Deizisau 3 – SC Ostfildern 1 5,5:2,5
SF Pfullingen 2 – SF Plochingen 1 4,0:4,0
SC Kirchheim/Teck 1 – SV Urach 1 5,5:2,5
SC Kirchentellinsfurt 1 – SG Hohentübingen 1 4,5:3,5
SF Göppingen 1 – SV Reutlingen 1 4,0:4,0

Schachclub gewinnt in Tübingen

Die SG KK Hohentübingen wurde als gleich starker Gegner eingeschätzt. Als Wolfgang Melcher kurzfristig ausfiel, konnte der Vereinsvorsitzende Tobias Traier (8) zum Glück noch aktiviert werden, da er seinen Gegner souverän überspielte. Auch Wolfgang Flogaus (7) ließ alte Klasse aufblitzen und konnte auf 2:0 erhöhen. Dafür hatte sich bei Volker Keuper (6) seine Dame verirrt, so dass er vergeblich einen Springer für zwei Bauern opferte, um ihren Verlust zu verhindern. Tim Schäfer (5) und Frieder Fronmüller (4) einigten sich mit ihren Gegnern auf ein Remis. Als dann Thomas Ganter (3) seinen Gegner vor unlösbare Aufgaben stellte, war ein Sieg in Reichweite. Da machte es nichts, dass Jona Thalheim (2) seine gedrückte Stellung nicht halten konnte. Denn Tom Kälberer (1) hatte ein unverlierbares Endspiel vor sich. Er nutzte dann geschickt die eingeklemmte Stellung seines Gegners aus, die diesen zum Qualitätsopfer zwang. Als er seinen letzten Bauern zum Vormarsch bringen konnte, gab sein Gegner auf. Mit dem 5:3 Sieg klettert der Schachclub auf den zweiten Tabellenplatz.

Knappe Niederlage für den Schachclub

Gegen den früheren Verbandsligisten SV Reutlingen 1 stand der Schachclub vor einer schweren Aufgabe. Es ging schlecht los, da Ersatzspieler Kai-Hagen Wirth (8) bereits im 11. Zug einen Blackout hatte, als er seinen Springer auf ein Feld setzte, den der Gegner mit zwei Figuren kontrollierte und deshalb sofort aufgab. Dieses Missgeschick wurde von Tim Schafer (5) postwendend ausgeglichen. Durch einen ungenauen Damenzug des Gegners kam er positionell in Vorteil und konnte schließlich einen Turm gewinnen. Volker Keuper (6), Wolfgang Melcher (3) und Frieder Fronmüller (4) einigten sich in ausgeglichenen Stellungen auf ein Unentschieden. Andrei Cernomorcenco (7) nutzte die gedrückte Stellung seines Gegners gekonnt aus, so dass er in einem Endspiel mit Freibauer auf Gewinn stand. Es kam also auf die beiden Spitzenbretter an, ob ein oder zwei Punkte herausspringen könnten. Jona Thalheim (2) hatte aber nach der Eröffnung den Faden verloren und konnte seine schlechte Stellung nicht halten. Tom Kälberer (1) hatte die schwerste Aufgabe, da er mit Schwarz gegen den einzigen Großmeister in der Landesliga Nikolai Ninov spielen durfte. Bis zum 24. Zug konnte er die Stellung im Gleichgewicht halten. Als Tom dann mit seinem Springer die gegnerische Dame angriff, übersah er einen Zwischenzug, der in der Abwicklung zu einem Figurenverlust führte. Als sein verzweifelter Mattangriff abgewehrt wurde, musste er aufgeben, so dass die knappe Niederlage besiegelt war. Der Sieg von Andrei war dann nur noch Ergebniskorrektur zum 3,5:4,5 Endstand.